Presencing: Lernen aus der Zukunft mit der "Theorie U"
Immer öfter begegnen wir Situationen, die wir mit Vorgehen aus der Vergangenheit (Analyse – Planung - Umsetzung) nicht mehr bewältigen und lösen können. Um das Neue hervorzubringen, braucht es einen

neuen Weg, einen anderen als den gewohnten.
Presencing, ist so ein Weg, der uns unterstützt neue Ufer zu erreichen. Er wurde von Claus Otto Scharmer (MIT) auf Basis von unzähligen Interviews mit herausragenden zukunftsgerichteten Persönlichkeiten entwickelt und beschrieben. Es bedeutet das Feld der Zukunftspotentiale von uns selbst, von Unternehmen oder von Situationen wahrzunehmen und zu erspüren.
Der Prozess bringt uns an einen inneren Ort, der uns helfen sieht, was in dieser konkreten Situation aus der Zukunft in die Gegenwart kommen möchte.
Was will auf und in diese Welt gebracht werden?
Die Kraft und Wirksamkeit von Presencing liegt darin, dass Zukunft nicht als etwas gesehen wird, was weit von uns weg ist, Zukunft und zukünftige Möglichkeiten werden in das hier und jetzt gebracht und bestimmen unser Denken und Handeln.
Copyright Artikel: Zeitschrift für Organisationsentwicklung 2/2008 - www.zoe.chCopyright:
Grafik: C. Otto Scharmer: Addressing The Blind Spot Of Our Time: An
executive summary of the new book by Otto Scharmer - Theory U: Leading
from the Future as It Emerges - www.presencing.net
Phasen der Theorie UPhase 1: Seeing
Observe, observeDer erste Schritt ist zu lernen das eigene Feld, die eigene Umgebung, die jetztige Situation wahrzunehmen. In dieser Phase bringt man sich selbst in Bewegung, erweitert seine Perspektive der eigenen Wahrnehmung und verabschiedet sich von dem üblichen “Downloading”.
Phase 2: SensingRetreat and ReflectIn dieser Phase
ist es hilfreich still zu werden, um das soeben erlebte verarbeiten zu
können. Die wesentlichen Fragen unserer Existenz werden aus einem neuen
Blickwinkel betrachtet. Wer bin ich? Was ist meine Arbeit?
Phase 3: Presencing Seeing from the SourceDie Öffnung und Verbindung zu der Quelle inneren Wissens, unsereren tiefen Willens und Selbst. Aus der im entstehen begriffene Zukunftsmöglichkeit heraus sehen und handeln.
Phase 4: Creating
Act in an Instant
In der letzten Phase geht es um die Umsetzung. Das Neue, erscheint zuerst vielleicht nur in einem Bild oder einem Satz. Damit das Neue realisiert werden kann, muss es sich zu einem konkreten Bild verdichten, der in einem ersten Prototyp möglichst rasch in die Tat umgesetzt wird. Noch nicht perfekt, sondern ausbau- und entwicklungsfähig. Damit der Traum ins Dasein kommt, dazu ist es notwendig ins Handeln zu kommen und einen neuen Gedanken umzusetzen und in die bestehende Praxis einzubetten.